Mitteilungen aus dem Gemeindeleben

Perspektiven der Gemeindeleitung

An einer Retraite haben Kirchenpflege, Pfarramt, Verwaltungs- und Gemeindekonventsleitung die neuen Legislaturziele 2018-2022 diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen.

Zusammenarbeit
Das sogenannte Zuordnungsmodell der reformierten Landeskirche baut darauf auf, dass auf der strategischen Ebene Kirchenpflege und Pfarrschaft partnerschaftlich und im Gespräch mit den Angestellten zusammenarbeiten. Entscheidungen sollen wo immer möglich im gegenseitigen Einvernehmen getroffen werden. Dies bedingt, dass man sich über Gremien und Funktionen hinweg als ein Team versteht. Während des letzten Jahres hatten verschiedene Schwierigkeiten zwischen den Verantwortungsträgern diese Zusammenarbeit erschwert. Nachdem die Kirchenpflege in einer neuen Besetzung in die Legislatur gestartet war und die zentralen offenen Stellen besetzt werden konnten, musste das Verständnis geklärt und gemeinsam mit den neuen Mitwirkenden erarbeitet werden. Dies umso mehr, als die kantonalen Vorgaben einen weiten Gestaltungsraum erlauben. Dabei galt es, die Zusammenarbeitskultur zu reflektieren und die Rollen der einzelnen Gremien und Funktionen zu erörtern. Insbesondere wurde unterstrichen, dass dem Pfarrteam eine besondere Verantwortung in der geistlichen Leitung zuzuschreiben sei. Die Kirchenpflege entscheidet nach gemeinsamer und gründlicher Erörterung abschliessend. Die Beschlüsse sind schliesslich umzusetzen. Damit einzelne Geschäfte auch delegiert, d.h. einander anvertraut werden können, ist das Vertrauen untereinander unabdingbar. In diesem Zusammenhang wurde auch die Personalkommission gestärkt und neu konzeptioniert, damit die zahlreichen Personalgeschäfte nicht zu viel Zeit an den Kirchenpflegesitzungen in Anspruch nehmen.

Legislaturziele
Im Januar 2018 hatten Kirchenpflege, Pfarrteam und Mitarbeiterschaft an einer Retraite eine Auslegeordnung gemacht und die anstehenden Themen und offenen Fragen für die neue Legislatur benannt. An der im Herbst durchgeführten Retraite wurden daraus Perspektiven entwickelt, woraus nun die Ziele für die aktuelle Legislaturperiode (2018-2022) formuliert werden. Den Zielen übergeordnet soll eine langfristige Vision entstehen.

In den verschiedenen Handlungsfeldern der Kirchgemeinde werden die bestehenden Konzepte überarbeitet. Vordringlich wichtig ist dies für die Bereiche „Kind/Jugend/Familie“ und „Diakonie“, dann aber auch für „Gottesdienst und Musik“ und die „Erwachsenenbildung“, „Ökumene, Mission und Entwicklung OeME “ und „Kommunikation“. Ebenfalls soll im Hinblick auf mögliche Änderungen bei der Zuteilung von Pfarrstellen durch die Landeskirche konzeptionell vorausgedacht werden. Im Bereich der Liegenschaften bedarf es einer klaren Strategie, wie diese zu nutzen und dementsprechend zu unterhalten sind. Schliesslich sind die Prozesse rund um „Kirchgemeinde plus“, d.h. der Vernetzung mit anderen Kirchgemeinden wachsam zu verfolgen und zu gestalten.

Im praktischen Gemeindeleben wird die Familien- und Freiwilligenarbeit gestärkt. In der Gemeindeentwicklung werden dabei grundsätzlich sowohl den Bedürfnissen der breiten Bevölkerung wie auch dem spirituellen Auftrag besonders Rechnung getragen.

Auf der strukturellen Ebene wird die Organisation der Kirchgemeinde überprüft. Traditionellerweise organisiert sich die Kirchenpflege in Ressorts, welche den operativen Tätigkeiten der Kirchgemeinde entsprechen. Dementsprechend leiten die Mitglieder der Kirchenpflege auch operativ mit. Dies führt zu einer hohen zeitlichen Beanspruchung. Die strategische und operative Ebene wird vermischt und eine effiziente Führung wird dadurch erschwert. In jüngerer Zeit entwickeln Gemeinden und die landeskirchlichen Dienststellen sogenannte Geschäftsleitungsmodelle v.a. in grösseren Gemeinden. Die operative Führung wird dabei einem geschäftsleitenden Organ, welches meist aus einer Delegation von Pfarrteam, Verwaltungsleitung und Mitarbeitenden besteht, übertragen. Ihnen sind dann Teams mit deren Leitenden untergeordnet, was wiederum der Teamstruktur der Kirchgemeinde Wetzikon entgegenkommt. Eine eventuelle Einführung eines solchen Modells bringt eine Neuorganisation der Kirchenpflege und Kommissionen mit sich, was einem Beschluss der Kirchgemeindeversammlung unterstehen würde.

Für die Kirchenpflege, Ursula Jucker

Israel, Judentum und die Wurzeln des Christentums

Jahresthema 2020

Um Dinge verstehen zu können, müssen wir die Hintergründe kennen. Wenn wir erkennen, woher Traditionen, Verhaltensweisen oder Denkmuster kommen, können wir unsere eigene Kultur oder auch das Verhalten anderer Kulturen besser verstehen. Es lohnt sich deshalb, eine Reise in die Vergangenheit oder in ein anderes Land zu machen, um andere Menschen und Völker zu verstehen. Die Menschen im Nahen Osten gehen uns als Christen besonders an. Die Geschichte und die Zukunft des Christentums ist mit dem Schicksal Israels verknüpft.
Assaf Zeevi sagt: „Wenn Christen ihre Wurzeln, den wichtigsten Teil ihrer geistlichen Herkunft begreifen wollen, führt kein Weg daran vorbei, mindestens einmal im Leben nach Israel zu reisen.“ Zu dieser Reise zu den Wurzeln laden wir Sie ein, ob Sie nun real oder nur gedanklich mit nach Israel reisen: Vorträge, ein Seminar, ein Besuch in der Synagoge und Gottesdienste zum Thema werden Sie mit auf die Reise nehmen!

Folgende Veranstaltungen sind geplant:
· Vorträge mit Anregungen zum Weiterdenken
· Seminarmorgen
· Predigtreihen und Predigtnachgespräche
· Begegnungen mit einem Rabbi
· Ausflug in eine Synagoge
· Israelreise

Flyer Jahresprogramm